Facelifting

Beim Mittelgesichtslifting (Wangenlifting, S-Lifting) werden nicht nur die Falten in dieser Region entfernt, sondern es wird auch das Fettgewebe, das vom Jochbogen nach unten abgerutscht ist, wieder an Ort und Stelle gebracht und Hängebacken (erschlaffte Haut im Bereich der Backen) können entfernt werden. Bei der Straffung des Halses (Halsstraffung, Halslifting) kann durch einen weiteren kleinen Hautschnitt unter dem Kinn überschüssiges Fett entfernt werden. Das sogenannte Minilifting spielt sich vorwiegend im Bereich der Schläfen ab und ist nur sinnvoll, wenn keine großen Veränderungen beseitigt werden sollen. Im Normalfall werden Schläfen, Wangen, Backen und Hals auf einmal gestrafft, wobei zusätzlich eine Verlagerung der oberflächlichen Muskulatur vorgenommen wird. Durch diesen Eingriff in das superfizielle muskuloaponeurotische System (SMAS) wird insgesamt eine deutlich bessere Spannung erzielt. Das Lifting einer oder mehrerer Gesichtsregionen kann durch weitere Eingriffe, wie etwa eine Lidplastik, ergänzt werden.
Bei einem Facelifting werden vom Chirurgen die Schnitte so gesetzt, wie Sie es zuvor mit ihm besprochen haben. Es ist übrigens nicht erforderlich, daß die Haare vor dem Eingriff rasiert werden. Der normale Schnittverlauf reicht von den Schläfenhaaren etwa 5 cm hinter dem Haaransatz, geht vor dem Ohr vorbei und endet dann hinter den Ohren im Nacken. Bei einem Stirnlifting liegt der Schnitt in Scheitelhöhe und reicht von einem Ohr zum anderen. Die Haut wird entlang der Schnittführung vom darunterliegenden Gewebe gelöst, und das unter der Haut gelegene Bindegewebe, die erschlaffte Mimik-Muskulatur sowie abgesunkene Fettpölsterchen können korrigiert werden. Hauchfeine Fäden fixieren das abgesunkene Bindegewebe sowie die Muskulatur an ihrem ursprünglichen Platz. Nach dem Schließen der Wundränder mit versenkten auflösbaren Fäden und intrakutanen Nähten erhalten Sie meist zwei Drainagen und um den Kopf einen leichten Verband.