Gynäkomastie
Falls zusätzlich eine Vermehrung des Drüsengewebes vorliegt, erfolgt noch ein kleiner Hautschnitt am Rand des Brustwarzenhofes, um das überschüssige Gewerbe zu entfernen.
Im so genannten Tumeszenzverfahren werden die örtliche Betäubung und ein Medikament gegen Blutungen in das Fettgewebe der Brust eingebracht. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm aber nicht schmerzhaft. Um Ihnen die Behandlung so angenehm wie möglich zu machen, erhalten Sie ein Medikament zu Ihrer Entspannung. Nach einer Wartezeit von ca. einer halben Stunde (Einwirkzeit der eingebrachten Medikamente) wird mit dünnen Absaugkanülen das Fettgewebe der Brust entfernt. Durch die Behandlung wird ein Straffungsreiz auf die Brusthaut ausgeübt. Dieser führt dazu, dass die nach der Absaugung überschüssige Haut sich im weiteren Verlauf weitestgehend strafft. Nur in wenigen Fällen muss anschließend die Brusthaut gestrafft werden. Sollte dies der Fall sein wäre eine zusätzliche Narbe um den Brustwarzenhof die Folge. Auch diese Behandlung kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Brustveränderung wird von den betroffenen Männern oft als peinlich empfunden und kann zu teilweise erheblichen Störungen des Selbstvertrauens führen. Durch eine Operation kann Ihr Aussehen und Ihr Selbstvertrauen deutlich verbessert werden.

Behandlungsablauf

Vor einer Operation ist eine genaue Untersuchung der Brüste und des Hodens beim Urologen durchzuführen, sowie eine Blutabnahme zur Bestimmung des Hormonstatus und der Leberwerte. Zum Ausschluss eines Brustkrebs des Mannes wird eine Ultraschalluntersuchung oder eventuell eine Mammographie durchgeführt. Zur Routinediagnostik gehören weiters ein Lungenröntgen und ein Ultraschall des Oberbauchs (Leber, Niere, Nebenniere). Als Raucher/in sollten Sie mindestens 4 Wochen vor Ihrem Termin Ihren Nikotinkonsum stark einschränken.